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Verpackungsmüll vermeiden

Verpackungsmüll vermeiden

Über den Verpackungsmüll im Versandhandel

Verpackungsmaterial ist nicht automatisch Einwegware

Ein Kritikpunkt am Onlinehandel ist, dass damit viel Abfall verbunden ist. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Wir haben schon in einem früheren Beitrag an darauf verwiesen, dass auch die Anbieter von Zero-Waste Produkten nicht daran vorbeikommen, für den Versand Ihrer Ware Verpackungsmaterial zu verwenden. Zero-Waste gibt es deshalb nicht. Übrigens auch nicht im Bereich des stationären Handels. Das Einzige was man in dieser Situation als verantwortungsbewusste/r Händler/in tun kann, ist die Verschwendung von Ressourcen durch das Wiederverwenden von Verpackungsmaterial zu reduzieren. Das ist ohne Frage unbequem. Wir tun es trotzdem.

Müllvermeidung ist aufwendig

Einmal ganz ehrlich: Wiederverwertetes Verpackungsmaterial ist natürlich nicht immer so hübsch, wie neues. Außerdem verursachtes es deutlich mehr Aufwand beim Verpacken, denn wir müssen jeweils das passende Material zusammensuchen.

Aber wir tun das gerne. Einfach weil es Sinn macht, die Unmengen an Material, welches wir selbst erhalten und auf das wir in vielen Fällen keinen Einfluss haben, wiederzuverwerten. Denn wie gesagt: Auch von Firmen, welche explizit auf den Handel mit Unverpackt-Läden spezialisiert sind, kommt die Ware nicht lose…

Deshalb sortieren wir das ankommende Material, zerkleinern es ggf. mit der Schere oder dem Messer und fügen es dann zu neuem „individualisiertem“ Material zusammen. Eigentlich so, wie das unsere Großeltern schon gemacht haben. Die waren nämlich vor und nach dem Krieg nicht so dumm, wertvolles Verpackungsmaterial und andere noch nutzbare Ressourcen einfach zu entsorgen.

Nachhaltigkeit ist für uns keine Show

Zu Beginn unseres Versandhandels haben wir auf unseren Lieferscheinen noch einzeln vermerkt, dass wir Recycling Material verwenden. Das machen wir inzwischen nicht mehr. Irgendwie ist es doch absurd, wenn man zur Darstellung seines nachhaltigen Verhaltens zusätzliche Ressourcen verschwendet. Etwa die affigen Alukleber auf Bio-Früchten… Wir denken, dass unsere Kunden intelligent genug sind zu erkennen, dass wir uns bezüglich Nachhaltigkeit bei wiederverwendetem Verpackungsmaterial Mühe geben. Uns wäre es sogar lieb, wenn sich die Kunden gar keine Gedanken darüber machen würden. Weil es einfach selbstverständlich ist, dass man Dinge nicht einfach nur wegschmeißt, obwohl sie noch angemessen verwertet werden können.

Was die Vermeidung von Verpackungsmüll betrifft gilt sowieso: Wir machen das nicht für Sie, liebe Kunden, sondern für uns. Aus Überzeugung.

Überall Plastik

Überall Plastik

Rosen sind in Friedrichstadt ein wichtiges Thema und sollen mit unseren Aktivitäten noch wichtiger werden. Allerdings hatten wir nicht von Anfang an die Absicht, das Thema Rosen so intensiv in unserem Laden zu bespielen. Erst als wir durch Zufall auf das feste RosenshampooPlas der Manufaktur für Naturkosmetik Rosenrot gestoßen sind, haben wir umgestellt. Und zwar aus Überzeugung. Denn durch den Vertrieb der Rosenrot Produkte können wir einen Beitrag leisten, die Belastung der Umwelt, insbesondere des Wassers, mit Mikropartikeln aus Kunststoff zu reduzieren. Wie wichtig das ist, hat nun eine österreichische Studie gezeigt. Mikropartikel aus Plastik sind überall – auch im Menschen.

Lange Zeit galt die Verwendung von Plastik als modern. Das hat sich inzwischen geändert – Plastik wird kaum mehr wahrgenommen. Er ist normal. So normal, dass wir jährlich rund 400 Millionen Tonnen davon produzieren. Wir brauchen Kunststoffe als billige Bauteile, als Bestandteile von Kosmetik, als Dämmmaterial, als Füllstoffe, als Verpackung und als Verpackung von Verpackung. Eigentlich für alles.

Plastik im Darm

Deshalb wundert es auch nicht, wenn wir überall Plastik finden. In den Wüstenlandschaften Afrikas, in den Meeren, in den Fischen und anderen Tieren und inzwischen auch bei uns, den Menschen. Wie rasch es geht, durch unseren Konsum Mikropartikel au Plastik in unseren Körper aufzunehmen, hat nun eine österreichische Forschergruppe nachgewiesen. Die haben nämlich den Stuhl von Probanden ausgewertet und dort im Mittel 20 Mikroplastik-Teilchen pro 10 Gramm Darminhalt. Eine in jeder Beziehung unappetitliche Vorstellung.

Kosmetische Produkte wie Shampoos verwenden Mikropartikel aus Kunststoff dazu, um ihren Produkten eine besondere Haptik, eine ganz bestimmte Anmut zu verleihen. Oder um wahnsinnig wichtige Effekte zu erhalten. Etwa die Förderung der Hautdurchblutung durch den Massageeffekte beim Haarewaschen… Natürlich könnte man gleiche oder ähnliche Effekte auch durch harmlosere Keramikteilchen erreichen, aber das wäre zum einen teurer und außerdem glitzert Keramik nicht so verführerisch …

Kosmetische Produkte sind nicht das Hauptproblem

Natürlich ist die Kosmetik nicht die Hauptverursacherin für das Problem der Mikropartikel aus Kunststoff in Wasser und Umwelt. Tatsächlich entsteht der überwiegende Teil aus Abrieb (z.B. durch die Pneus) und Verfall von Kunststoffprodukten. Das bedeutet aber nicht, dass wir auf den Sinnlosen Teil – nämlich jene Mikropartikel aus der Kosmetik – nicht aus Vernunftgründen verzichten sollten. Zumal dieser Verzicht nicht mit Verlust verbunden ist, wie etwa die ShampooBit® von Rosenrot eindrücklich beweisen.

Wir für unseren Teil haben uns auf jeden Fall entschieden. Als wir gesehen haben, dass man mit den Bioshampoos von Rosenrot nicht nur auf eine ganze Menge Plastikmüll, die beschriebenen Mikropartikel, sondern auch auf das in industriellen Shampoos beigemengte Silikon, die Parabene und andere Konservierungsstoffe verzichten kann, gab das unserem Laden eine neue Richtung. Das macht uns zwar nicht zu besseren Menschen und unsere Ökobilanz ist vermutlich immer noch schlecht. Aber es ist ein erster Schritt und wie wir finden ein wichtiger.

Kein Zero-Waste auf rosen-huus.com

Kein Zero-Waste auf rosen-huus.com

Wir müssen weg vom Müll!

Vielen Menschen ist es ein Anliegen, Natur und Umwelt möglichst wenig zu belasten. Deshalb sind sie bereit für ökologische Produkte mehr auszugeben, als für industriell hergestellte. Sinnvoller und billiger ist allerdings, wenn man Belastungen vermeidet und verzichtet. Das ist manchmal schwer – weil das ein Umdenken und eine Abkehr von liebgewonnen Gewohnheiten bedeutet. Doch manchmal ist es erstaunlich einfach. Etwa, wenn man auf Produkte ohne Verpackung setzt: Zero-Waste, Unverpackt und Stückgut sind da die wichtigsten Stichworte. Dem Rosen-Huus ist Umweltschutz ein Anliegen. Trotzdem verzichten wir auf rosen-huus.com darauf, in Bereich der Naturkosmetik von Rosenrot (Bio-Seifen, feste Bio-Shampoos) unverpackte Ware anzubieten, obwohl das theoretisch möglich wäre. Dieser Beitrag erklärt warum.

Umweltschutz ist uns ein Anliegen

Einer der Gründe, weshalb wir uns ganz der Marke Rosenrot verschrieben haben, ist der ökologische Ansatz, welche Karin Ziesmer die Betriebsinhaberin fährt. Ihre konsequente ökologische Ausrichtung hat uns begeistert. Die Naturkosmetik von Rosenrot beweist, das nachhaltig hergestellte Pflegeprodukte sich nicht hinter der industriellen Massenware verstecken muss. Ganz im Gegenteil: Obwohl die meisten Ihrer Produkte vegan sind und auf jede Form von Beimischung von Mineralölprodukten verzichten, sind sie von einer hervorragenden Qualität. Kein Wunder also, dass viele Ökoläden auf die Marke Rosenrot setzen.

Zero-Waste liegt im Öko-Trend

Unter diesen Ökomärkten gibt es eine Gruppe, welche ihr Geschäftsmodell besonders konsequent betreiben: Sie verzichten wenn immer möglich ganz auf Verpackung und verkaufen unverpackte Loseware. Ganz so wie es noch vor sechzig Jahren in den örtlichen Krämerläden üblich war. Diese Denkweise ist lobenswert. Denn wer hat sich nicht schon über den sinnlosen Verpackungsmüll geärgert, den uns die Industrie andreht? Verpackung, welche keinen anderen Nutzen hat als die Ware möglichst „attraktiv“ erscheinen zu lassen. Oder dem Einbruchschutz dient (weshalb man sie zuhause nur mit dem Brecheisen oder einem Schneidbrenner aufbekommt…).

Dieser Müll kostet nicht nur wertvolle Ressourcen bei der Herstellung, er hinterlässt nach „Gebrauch“ auch eine Spur der Verwüstung: Im besten Fall Müllberge, C02 – bei der Verbrennung, versaute Landschaften, verdrecktes Wasser und eine vergiftete Fauna. Dass es kaum mehr Fisch gibt, welcher nicht mit Plastik verseucht ist, sollte sich bereits herumgesprochen haben. Aber auch andere Tiere nehmen über die Nahrungskette an unserem Konsumwahnsinn teil. Wer unverpackt einkauft leistet also mit Sicherheit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt. Keine Frage!

Rosenrot ist bereits Teil des Zero-Waste Geschäftes

Mit ihren festen Bio-Shampoos, den sogenannten ShampooBit®, leistet Rosenrot bereits einen wertvollen Beitrag zur Beseitigung dieses Müllberges. Denn jedes herkömmliche Industrieshampoo ist flüssig und muss deshalb in einer Plastikflasche verpackt werden. Mit einem ShampooBit® spart man sich diesen Müll. Ganz nebenbei natürlich auch das Silikon aus den Flüssigshampoos, aber das ist ein anderes Thema.

Die Seifen und ShampooBit® von Rosenrot sind deshalb zu Recht auch im Zero-Waste Handel gut vertreten. Einige dieser Unverpackt und Stückgut Läden verkaufen die Seifen und Shampoos sogar über ihre Online-Shops.

Versandhandel funktioniert nur verpackt

Sicherlich wissen Sie, dass Sie Rosenrot Naturkosmetik auch bei uns im Online-Shop käuflich erwerben können. Allerdings nicht unter dem Label „Unverpackt“, „Zero-Waste“ oder „Stückgut“. Das hat einen einfachen Grund: Der Versandhandel funktioniert nur verpackt.

Oder anders ausgedrückt: Ein unverpackt oder Zero-Waste ist im Online-Handel nicht möglich. Uns ist es wichtig, dass unsere Kunden einen Schritt in Richtung eines bewussten Konsums machen. Genau so wichtig ist uns allerdings auch, dass wir mit unseren Sünden und Schwächen ehrlich umgehen. Denn jeder sündigt irgendwo und irgendwie. Diese zu beseitigen ist allerdings nur möglich, wenn wir uns nichts vormachen, sondern uns ehrlich den Spiegel vorzuhalten.

Zero-Waste im Rosen-Huus Friedrichstadt

Einige Artikel von Naturkosmetik Rosenrot können in unserem Laden in Friedrichstadt mit Zero-Waste, also unverpackt, bezogen werden. Dazu zählen alle ShampooBit®, die Conditioner und die CleansinBit®

Wer also im Onlinehandel Bio-Ware einkauft, möchte sich zwar hinsichtlich der Produkte verantwortungsvoll verhalten – was o.k. ist – nimmt damit aber bewusst in Kauf, dass die Ware für den Transport angemessen verpackt wird, um danach durchs halbe Land geschippt zu werden. So ist das und nicht anders. Selbst wenn in diesem Prozess „Zero-Waste“ möglich wäre, so ist es doch weit weg von der angestrebten Minimierung des ökologischen Fußabdruckes. Es ist bestenfalls besser, als auf dem selben Kanal klassische Ware E

einzukaufen.

Fazit: Wer sich zum Ziel gesetzt hat, beim Einkauf auf Abfall zu verzichten, sollte Online-Shops meiden und im stationären Handel einkaufen. Aber im Online-Bereichen ist ein „Zero-Waste“ Label nichts anderes als ein Feigenblatt. Je nach Sichtweise also entweder Selbstbetrug oder ein Betrug an den eigenen Idealen.

Was wir tun, um Verpackungsmüll zu vermindern

Wie gesagt: Im stationären Handel sind die Zero-Waste Initiativen ein echter Gewinn und eine Entwicklung, welche man in jedem Fall unterstützen sollte. Selbst wenn dies nicht im vollen Ausmaß möglich ist, stünde es jeder Firma an, sich an den „Unverpackt“ Geschäften ein Beispiel zu nehmen. Abfallvermeidung oder eine ökologisch verantwortungsvolle Wahl des Verpackungsmaterials sollte auf jeden Fall drin liegen. Denn selbst wenn keine 100% Lösung möglich ist: Jede noch so kleine Reduktion, stellt eine sinnvolle Verbesserung dar.

Das gilt selbstverständlich auch fürs Rosen-Huus. Wir verfolgen dabei eine Mehrfachstrategie.

  1. Verkauf von Losematerial in unserem Geschäft in Friedrichstadt

    In unserem Laden in Friedrichstadt sind folgende Rosenrot-Produkte unverpackt erhältlich, weil wir diese auch unverpackt angeliefert bekommen (also selber verpacken müssen).

    • ShampooBit®
    • CleansingBit®
    • Bodybutter
    • Conditioner
  2. Reduktion auf das Notwendige

    Wenn schon verpackt, dann wenigstens nur in dem Umfang, in dem es wirklich nötig ist und Sinn macht.

  3. Wiederverwendung von Verpackungsmaterialien

    Wenn immer möglich und sinnvoll, nutzen wir vorhandenes Verpackungsmaterial ein zweites oder drittes Mal. Das sieht nicht immer (nur) schön aus – fühlt sich aber gut an!

  4. Verwendung von wertiger Verpackung

    Bei unseren eigenen Produkten im Kitchen-Bereich verwenden wir Verpackungsmaterial, welches nicht weggeworfen werden muss, sondern quasi ein zweites Leben hat. Etwa die hochwertigen Weck-Gläser, welche man ideal für das Einmachen von Lebensmittel verwenden kann.

  5. Entwicklung des Sortimentes

    Wie gute Zero-Waste Läden versuchen wir unser Sortiment in eine Richtung weiter zu entwickeln, welches weniger Verpackung erfordert.

Hand aufs Herz: Wir werden niemals so gut sein wie ein Zero-Waste Laden. Denn ein großer Teil unserer Produkte dient nicht dem täglichen Bedarf, sondern ist der reinen Lust und der Freude gewidmet und damit bereits ökologisch fragwürdig.

Aber wir geben unser Bestes, dass wir besser werden. Auch im Online-Bereich, wo es zwar nie ohne Verpackung gehen wird, man aber die Wahl zwischen besseren und schlechteren Lösungen hat.

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