Seite wählen
Containern

Containern

Containern
Gegen die Verschwendung von (noch) Gutem

Containern

Es ist nicht so, dass man im Rosen-Huus nur Dinge findet, welche den absoluten Grundbedarf eines Haushaltes abdecken. Wir haben auch das eine oder andere in unserem Sortiment, welches man einfach nur deshalb kauft, weil es einem in diesem Moment eine Freude bereitet. Luxus also. Es wäre deshalb völlig absurd, wenn wir behaupten würden, wir hätten uns absolut konsequent der Nachhaltigkeit verschrieben. Haben wir nicht. Wir versuchen aber trotzdem, uns im Rahmen der Möglichkeiten so nachhaltig wie möglich zu verhalten. Dazu gehört auch, dass wir ein System pflegen, welches man auch als Containern auf gehobenem Niveau bezeichnen könnte.

(Noch) Gutes retten!

Als Containern bezeichnet man einen Vorgang, bei dem man eigentlich noch vollwertige, aber aus irgendwelchen Gründen nicht mehr verkaufstaugliche Ware gezielt aus dem Abfall fischt, um sie wieder ihrem eigentlichen Zwecke zuzuführen. „Lebensmittel retten“ oder eben „Containern“ nennen die Fans und Aktivisten diesen Vorgang.

Containern ist rein rechtlich gesehen eine heikle Geschichte. Denn um an die verschwendete Ware zu kommen, begeben sich die Retter in eine juristische Grauzone: Es geht um Hausfriedensbruch (und wenn man hart drauf ist, auch Diebstahl). Eigentlich nur deshalb eine Grauzone, weil kein Offizialdelikt. Man muss also angezeigt werden, um strafrechtlich verfolgt zu werden. Machen natürlich viele Einzelhändler nicht.

Die Politik stellt sich quer

Trotzdem fühlen sich an einigen Orten Polizei und Staatsanwalt verpflichtet, diese schweren Straftaten zu ahnden. Was natürlich moralisch, umwelttechnisch und sozial völlig absurd ist. So absurd, dass es die Politik als normal hinnimmt und jeder Versuch, diese Absurdität aufzulösen, bisher gescheitert ist.

In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist die Haltung des aktuellen Kanzlers, welcher in dieser Sache als Finanzminister eine für einen Sozialdemokraten bemerkenswerte Haltung gezeigt hat: Statt den Umweg über den Mülleimer gehen zu müssen, könnten die Einzelhändler die Ware ja auch einfach verschenken, nur müssten sie dafür das „Geschenk“ bepreisen und entsprechend gesetzliche Mehrwertsteuer abtreten… Soziales und nachhaltiges Verhalten wird also vom Staat bestraft.

Beim Rosen-Huus ist Containern eher schwierig

Bei uns im Rosen-Huus Friedrichstadt lohnt sich das Containern nicht. Nicht, dass wir nicht auch Dinge hätten, welche den Status von „unverkäuflich“ erreicht haben. Etwa weil das MHD in Sichtweite ist oder eine Textilie einen Schaden hat. Es ist einfach zu wenig (weil kleiner Laden), die Mini-Container (aka Mülltonnen) befinden sich im unzugänglichen Hinterhof (und man würde tatsächlich Hausfriedensbruch begehen, wenn man versuchen würde, dorthin zu gelangen), und wir bemühen uns natürlich, diese Artikel, wenn immer möglich, einem sinnvollen Zweck zuzuführen.

Auch nachhaltiges Schenken erhält die Freundschaft

Wenn Sie also bei uns im Laden etwas erwerben oder online bei uns einkaufen, kann es sein, dass Sie mit einem zusätzlichen Goodie beglückt werden. Genau genommen ist bei uns jedes Paket, dass unser Lager verlässt, ein Überraschungspaket…

Sollten Sie also von uns „beglückt“ werden, dann können Sie sich zukünftig nicht nur über das Geschenk freuen, sondern sich gleichzeitig auch als Teil einer weltweiten Community fühlen, welche sich auf die Fahnen geschrieben hat, mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen etwas verantwortungsbewusster und nachhaltiger umzugehen.

Wir sind nur ein kleiner Fisch

Wir sind nur ein kleiner Fisch

Auch ein kleiner Fisch wiegt 227,5 Kilogramm

Wenn Sie sich fragen, was hinter der oben genannten Menge steht, brauchen wir nicht lange um das abschließend zu klären: Sie! Denn 227,5 Kilogramm ist exakt die Menge an Verpackungsmüll, welche die Deutschen 2018 zu verantworten hatten. Pro Person. Womit eben Sie ins Spiel kommen. Und wir natürlich auch. Denn, dass der Verpackungsmüll jedes Jahr zunimmt (von 2017 auf 2018 um ein Kilo), liegt natürlich auch am Handel. Dass der jährliche Berg an Verpackungsmüll scheinbar ungebremst wächst, liegt zu einem großen Teil daran, dass der Onlinehandel immer wichtiger wird. Also auch an uns, denn auch wir vom Rosen-Huus versuchen jedes Jahr im Bereich des Onlinehandels markant zu wachsen. Natürlich sind wir mit unserem Webshop auf rosen-huus.com nur ein kleiner Fisch, aber das ist kein Grund mit dem Finger auf andere zu zeigen. Bringt uns nicht weiter.

Bevor wir also das leidige Spiel spielen, in welchem wir unsere eigene Beteiligung klein und die Schuld der andern groß reden, möchten wir einen kritischen Blick darauf werfen, was genau wir zu verantworten haben. Und was wir dagegen tun.

Verpackungsmüll fällt bei uns im Rosen-Huus auf drei Ebenen an:

  • Lieferung der Ware zu uns
  • Produktverpackung
  • Versand im Onlinehandel

Auch wenn wir wie gesagt ein kleiner Fisch im Handel sind, so kann man sich doch vorstellen, dass da einiges zusammenkommt.

Lieferung

Bei der Anlieferung der Ware haben wir keinen großen Handelsspielraum. Hier spielt es tatsächlich eine gewichtige Rolle, dass wir ein kleiner Fisch sind und uns dadurch die Mittel fehlen, die Lieferanten dazu zu bewegen, ihre Verpackung für uns ökologischer zu gestalten. Meist ist das Kind auch bereits in den Brunnen gefallen – der Dreck also bereits bei uns gelandet – wenn die Ware dann tatsächlich bei uns ist. Die einzige Möglichkeit, welche wir in dieser Situation haben ist, auf diese Produkte in Zukunft zu verzichten. Was wir auch zuweilen auch wirklich tun.

Allerdings muss man festhalten, dass dies nur einen sehr kleinen Anteil unserer Produkte betrifft. Doch dazu gleich mehr.

Produktverpackungen

Die wichtigsten Produkte, welche wir in unserem kleinen Laden und online anbieten, sind hinsichtlich der Verpackung absolut unproblematisch, wenn nicht sogar vorbildlich. Dies betrifft zum Beispiel praktisch alle Körperpflegeprodukte. Produkte, welche uns zwar gefallen würden, aber in Plastikverpackung daherkommen, nehmen wir schon gar nicht mehr ins Programm. Dumm ist nur, dass die Alternativen, wenn wir einmal von den „unverpackt Produkten“ absehen, deutlich teurer sind. Denn das ist der Hauptvorteil von Plastik: er ist in großen Mengen extrem günstig zu haben. Anbieter, die zum Beispiel auf wiederverwendbare Glasgefäße setzen, müssen auf Verpackungen zurückgreifen, welche entweder nicht hübsch (ein wichtiges Kaufargument bei Kosmetika…) oder überproportional teuer sind.

Verpackungsmonster, welche Kraft ihrer Verpackung wichtiger, größer oder attraktiver erscheinen wollen, haben wir nicht im Sortiment.

Onlinehandel

Ohne Verpackung ist ein Onlinehandel nicht möglich. Wenn man wie wir zerbrechliche Ware versendet, schon gar nicht. Damit unsere Bilanz hier nicht ganz schlecht aussieht, verwerten wir auf der einen Seite das Material, welches wir selbst als Verpackungsmaterial erhalten, wann immer das möglich ist, wieder. Das ist aufwendig, braucht Zeit und Platz und sieht am Ende meist nicht gleich hübsch aus, wie bei Neumaterial. Aber so ist es eben. Wir hoffen, dass unsere Kunden damit einverstanden sind, ja es sogar zu schätzen wissen.

Dort wo wir kein Altmaterial einsetzen können, verwenden wir konsequent unproblematisches Füllmaterial (Holzwolle, Stärkechips) oder recyclebares Verpackungsmaterial (Papier und Karton).

Auch ein kleiner Fisch macht Dreck

Sie sehen, wir sind uns unseres Beitrages an den Müllberg bewusst. Wir sind – wie wir schon des Öfteren gesagt haben – keine Heiligen und wollen auch nicht so tun, als wären wir etwas Besseres. Wie alle anderen auch, muss man uns zu den Sündern zählen. Wir sind also nicht schuldlos, wollen uns aber ehrlich bemühen, unseren Anteil am Müllberg, trotz unseres Wachstums, nicht weiter ansteigen zu lassen. Denn eines ist klar: Auch ein kleiner Fisch macht Dreck. Ob dieser Dreck nun für sich gesehen relevant ist oder nicht, spielt keine Rolle. Die Masse machts.

Helfen Sie mit. Verzichten Sie auf Produkte, deren Müllanteil man durch ein etwas anderes Verhalten leicht vermeiden kann. Das tut gar nicht weh, sondern bringt bei genauerer Betrachtung oft einen Mehrwert.

Eine Steuersenkung mit Wumms

Eine Steuersenkung mit Wumms

Nicht mit uns

Steuersenkung zum Wohle der Wirtschaft

Als Folge der Corona Pandemie und des staatlich verordneten Lockdowns beklagt das Land einen wirtschaftlichen Einbruch, wie ihn Deutschland seit Ende des Krieges nicht mehr erleben musste. Um diese Rezession so gut wie möglich aufzufangen, hat die Regierung in Berlin ein Konjunktur-Paket gestartet. Dieses Paket ist ebenso einzigartig, wie die durch dieselbe Regierung verursachte Krise. 130 Milliarden ist es schwer und soll, so der Bundesfinanzminister Olaf Scholz, richtig Wumms machen. Kann man von 130 Milliarden wohl auch erwarten.

Großer Aufwand für eine kurze Zeit

Teil der Maßnahme ist, dass der Mehrwertsteuersatz für ein halbes Jahr von 19% auf 16%, bzw. von 7% auf 5% gesenkt wird. Die Bundesregierung erwartet, dass die Unternehmen ihren Kunden diese Steuersenkung weitergeben, um sie zum verstärkten Konsum zu motivieren.

Werden wir nicht. Dafür gibt es drei gute Gründe:

  1. Bei einem durchschnittlichen Einkauf on Höhe von 6,3 Euro, läge die Einsparung für den Kunden gerade einmal bei 16 Cents. Ob diese dazu führen wird, dass die Kundschaft in einen Konsumrausch fallen? Wir bezweifeln es. Übrigens auch bei den notleidenden Automobilherstellern, welche die Steuersenkung dazu nutzen werden, die bereits vor der Krise ausgehandelten Rabatte um 3% zurückzufahren.

  2. Der Aufwand für die Umstellung ist für uns immens. Zumal die nächste Umstellung bereits nach einem halben Jahr wieder anstehen würde. Wir sind ein kleiner Betrieb und arbeiten mit einem minimalen Personalbestand. Deshalb arbeiten wir mit runden Preisen. Nicht 7,99 € um den Kunden einen günstigen Preis vorzugaukeln, sondern 8 €. Wir werden einen Teufel tun, dieses System zu ändern. Bei uns muss alles einfach sein.
  3. Wir verdienen kein Geld. Es ist also nicht so, dass wir unseren Gewinn maximieren, sondern das halbe Jahr mit einer steuerbedingten Nettopreiserhöhung, hilft uns in Richtung schwarze Null zu kommen. Im allerbesten Fall.

Wir haben nicht gejammert und wir haben nicht um diese Steuersenkung gebeten. Aber wir nehmen diese Minderausgaben mit, ohne uns deswegen gegenüber unseren Kunden schlecht zu fühlen. Trotzdem finden wir diese Form der Steuersenkung einfach nur falsch.

Es hätte nachhaltigere Alternativen zur Steuersenkung gegeben

Wenn es darum geht, Geld unter die Leute zu bringen, um die Konjunktur anzukurbeln, hätte es auch bessere, nachhaltigere und vor allem wichtigere Optionen gegeben. Etwa indem man das Geld für die faire Bezahlung des Pflegepersonals eingesetzt hätte. Möglichst dauerhaft. Diese Menschen brauchen das Geld. Sie würden es vermutlich nicht horten, sondern es ausgeben und damit wäre das eigentliche Ziel – die Konjunktur anzutreiben – ebenfalls erfüllt.

Die längst überfälligen Gehaltsanpassung für Menschen, welche einen harten Job machen und dafür beschämend schlecht entlohnt werden, hätte aber noch andere Vorteile: Es würde das Gewerbe attraktiver machen und damit die Chance erhöhen, die anvisierten Zusatzstellen auch tatsächlich besetzen zu können. Denn für die aktuellen Hungerlöhne lassen sich viel zu wenige gewinnen. Was besonders die Spitzenverdiener in dieser Gesellschaft sicherlich besonders gut verstehen können.

Und zu guter Letzt wäre es ein wunderbares Symbol der Wertschätzung gewesen. Das Pflegepersonal hat in den vergangenen Wochen und Monaten großes geleistet. Anders als die Mehrheit der Bevölkerung, war für sie der Lockdown keine Zeit der Entspannung. Vielmehr sind diese Menschen mit großem physischem und psychischem Aufwand ein Risiko eingegangen, welches der Rest des Landes bestenfalls mit Klatschen und Heldengesängen honoriert hat. Immerhin muss man sagen. Aber auf Dauer ist das eben zu wenig.

Wir werden die Wirtschaft ankurbeln!

Deshalb seien Sie uns nicht böse, wenn Sie bei uns ab dem 1.7.2020 keine neuen Preise sehen. Wir werden die Steuersenkung nicht weitergeben. Die mutmaßlich 500 EUR „Gewinn“ werden wir aber unters Volk bringen. Das schafft Wohlstand und Arbeit. Versprochen!

Verpackungsmüll vermeiden

Verpackungsmüll vermeiden

Über den Verpackungsmüll im Versandhandel

Verpackungsmaterial ist nicht automatisch Einwegware

Ein Kritikpunkt am Onlinehandel ist, dass damit viel Abfall verbunden ist. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Wir haben schon in einem früheren Beitrag an darauf verwiesen, dass auch die Anbieter von Zero-Waste Produkten nicht daran vorbeikommen, für den Versand Ihrer Ware Verpackungsmaterial zu verwenden. Zero-Waste gibt es deshalb nicht. Übrigens auch nicht im Bereich des stationären Handels. Das Einzige was man in dieser Situation als verantwortungsbewusste/r Händler/in tun kann, ist die Verschwendung von Ressourcen durch das Wiederverwenden von Verpackungsmaterial zu reduzieren. Das ist ohne Frage unbequem. Wir tun es trotzdem.

Müllvermeidung ist aufwendig

Einmal ganz ehrlich: Wiederverwertetes Verpackungsmaterial ist natürlich nicht immer so hübsch, wie neues. Außerdem verursachtes es deutlich mehr Aufwand beim Verpacken, denn wir müssen jeweils das passende Material zusammensuchen.

Aber wir tun das gerne. Einfach weil es Sinn macht, die Unmengen an Material, welches wir selbst erhalten und auf das wir in vielen Fällen keinen Einfluss haben, wiederzuverwerten. Denn wie gesagt: Auch von Firmen, welche explizit auf den Handel mit Unverpackt-Läden spezialisiert sind, kommt die Ware nicht lose…

Deshalb sortieren wir das ankommende Material, zerkleinern es ggf. mit der Schere oder dem Messer und fügen es dann zu neuem „individualisiertem“ Material zusammen. Eigentlich so, wie das unsere Großeltern schon gemacht haben. Die waren nämlich vor und nach dem Krieg nicht so dumm, wertvolles Verpackungsmaterial und andere noch nutzbare Ressourcen einfach zu entsorgen.

Nachhaltigkeit ist für uns keine Show

Zu Beginn unseres Versandhandels haben wir auf unseren Lieferscheinen noch einzeln vermerkt, dass wir Recycling Material verwenden. Das machen wir inzwischen nicht mehr. Irgendwie ist es doch absurd, wenn man zur Darstellung seines nachhaltigen Verhaltens zusätzliche Ressourcen verschwendet. Etwa die affigen Alukleber auf Bio-Früchten… Wir denken, dass unsere Kunden intelligent genug sind zu erkennen, dass wir uns bezüglich Nachhaltigkeit bei wiederverwendetem Verpackungsmaterial Mühe geben. Uns wäre es sogar lieb, wenn sich die Kunden gar keine Gedanken darüber machen würden. Weil es einfach selbstverständlich ist, dass man Dinge nicht einfach nur wegschmeißt, obwohl sie noch angemessen verwertet werden können.

Was die Vermeidung von Verpackungsmüll betrifft gilt sowieso: Wir machen das nicht für Sie, liebe Kunden, sondern für uns. Aus Überzeugung.

Die PET-Flasche und der kleine Teufel in uns

Die PET-Flasche und der kleine Teufel in uns

Sich ökologisch vielleicht nicht gerade vorbildlich, so zumindest bewusst zu verhalten, ist nicht ganz so einfach wie es scheint. Klar, man findet immer wieder Gelegenheiten, sein Umweltgewissen zu streicheln. Aber wenn man wirklich ehrlich ist, ändert das wenig bis nichts an der persönlichen Umweltbilanz. Schattengefechte fürs Publikum. In meinem Blog „Wir sind keine Heiligen“ möchte ich von meinem eigenen kleinen Kampf zwischen Wille und Realität berichten. Ich würde mich freuen, wenn sich die eine oder andere Person sich diesem Blog anschließen würde und per Mail an keine.heiligen@rosen-huus.com eigene Beiträge dazu einreicht.

Die Krux mit der PET-Flasche

Nicht immer sind die kleinen Schweinereien offensichtlich. Manche Dinge haben sich derart fies in unser Leben eingeschlichen, dass man sie bereits als normal ansieht und sich gar keine Gedanken mehr darüber macht. Ein solches Ding die PET-Flasche.

Klar zuhause setzen wir immer noch auf Glas. Mineralwasser in einer PET-Flasche, nur weil es bequemer ist? Nein, da sind wir stark. Das kommt uns nicht ins Haus. Wirklich?

Für eine PET-Flasche findet man immer eine Ausrede…

Tatsächlich ist das mit der Konsequenz so eine Sache. Sicher, beim Mineralwasser ist das kein Problem, denn da ist die Auswahl meist immer noch groß. Zumal wir uns den Luxus leisten, wenn immer möglich einen Bogen um Discounter zu machen. Doch schon beim Orangensaft wird die Auswahl dünner. Denn auch hier will ich meinen Fruchtsaft wann immer möglich nicht in Sondermüll (PET-Flasche oder Tetra-Pac) verpackt erwerben. Natürlich ist das im Schnitt auch hier kein Problem, wenn man Zeit zum planen.

Hat man aber nicht immer. Wobei, in den meisten Fällen ist das eine Ausrede. Etwa, wenn man wie ich heute Morgen völlig überraschend in einen Zug eingestiegen ist, um dort eine Reisestrecke von 800 km hinter sich zu bringen. Wer hätte vorher daran gedacht, dass man da flüssige oder feste Nahrungsmittel benötigen könnte?

Wer da etwas weiter in die Zukunft denkt, kann sich „unverpackt“ oder mit „zero waste“ organisieren. Wer die Konsequenzen seines Tuns jedoch erst weniger Minuten vor Reiseantritt überlegt, steht rasch vor einer sehr beschränkten Auswahl von preiswerten Getränken (und Speisen) in Bahnhofsnähe. Meist beschränken sich diese auf die bekannten Getränke eines amerikanischen Getränkegiganten und einige lokale Sorten im PET Format.

PET-Flaschen sind auf Reisen ist eher die Regel

Wie leicht ist man da versucht einfach zuzugreifen und das Böse hinter einer PET-Flasche für einmal auszublenden. Zumal eine Glasflasche angesichts des vielen Gepäcks zusätzliche Last bedeutet, die man sich gerne sparen würde.

PET hat natürlich nicht nur Nachteile. Im Vergleich zu Glas verbraucht es weniger Energie für die Produktion und den Transport. Das Problem ist, dass PET nur beschränkt wiederverwertet werden kann und am Ende verbrannt werden muss. Rohstoff weg. Dort wo nicht verbrannt wird, bleibt es uns erhalten, denn es verrottet nicht, sondern zerfällt irgendwann in kleine Bestandteile, welche dann ihren Weg über den Boden, das Wasser in unsere Nahrung findet.

Heute bin ich der Versuchung ganz bewusst widerstanden. Ich bin kein Heiliger – das gelingt mir nicht immer. Ich habe darauf vertraut, dass der „gastronomische Service“ in der Bahn funktioniert (was keine Selbstverständlichkeit ist) und sie weiterhin Glasflaschen im Angebot haben. Dafür war ich dann auch bereit, mehr als das Doppelte für eine kleinere Flasche zu bezahlen.

Hand aufs Herz: Wieviel schädlichen Ballast könnten wir der Umwelt ersparen, wenn wir

  • Besser vorausdenken würden
  • Bereit wären Unannehmlichkeiten (Gewicht, Weg, Zeitaufwand, etc.) in Kauf zu nehmen
  • Etwas mehr zu zahlen bereit wären

Sicher, eine kleine PET-Flasche ist nicht das Ding. Es ist die Summe. Und mit der Summe aller Kleinstsünden, welche wir im Alltag entgegen besseren Wissens begehen, können wir alle vermutlich mehr Umweltbelastungen vermeiden, als ein durchschnittlicher Afrikaner und viele Asiaten überhaupt ausstoßen. Das wäre doch schon was. Nicht genug, um uns damit ehrlichen Gewissens zu brüsten, aber besser als der Status-Quo.

Verbannt PET-Flaschen aus Eurem Alltag! Es ist leichter als Ihr glaubt.

Übrigens: Die festen Bio-Shampoos von Rosenrot kommen ohne Plastikverpackung aus. Mit jedem ShampooBit® spart man so bis zu zwei Plastikflaschen von herkömmlichen Industrie-Shampoos.

Lewis Hamilton vs. Plastik im Meer

Lewis Hamilton vs. Plastik im Meer

Wir halten es mit Lewis Hamilton

Formel 1 Weltmeister Lewis Hamilton überraschte diese Tage mit einer ziemlich coolen Nummer: Entsetzt von dem Müll, welcher an einer Bucht auf Mykonos angeschwemmt wurde und dort still und leise verrottete, hat er das einzig richtige getan: Mit ein Paar Freunden hat er nicht einfach die Location gewechselt, wie das die meisten von uns tun würden, sondern hat sich die Zeit genommen um aufzuräumen. Mehr noch: Er hat ein Video mit einem flammenden Appell davon gedreht.

Nun kann man einwenden, dass Lewis Hamilton als Pilot einer dramatisch sinnlosen Rennmaschine nicht unbedingt das Vorzeigeobjekt für ein umweltgerechtes Verhalten im Leben ist. Das stimmt ohne Einschränkungen. Allerdings mindert das weder die Bedeutung von Aussage noch Tat. Denn das eine hat mit dem anderen grundsätzlich nichts zu tun. Auch wenn er den Stand vom Plastikmüll bereinigt, bleibt die Formel 1 umwelttechnisch gesehen ein Verbrechen. Aber eben: er hat den Strand geräumt und seine Popularität dazu genutzt, auf das Problem aufmerksam zu machen. Das ist mehr, als die meisten Besserwisser je für die Umwelt getan haben.

Jeder Beitrag zählt: Kein Kunststoff in Umwelt und Wasser

Nicht immer muss man sich für den Schutz der Umwelt in Pose setzen. Gerade beim Plastik in Umwelt, speziell in den Gewässern, kann man auch mit kleinen Schritten großes bewegen. Man muss dazu nicht einmal Einschränkungen in Kauf nehmen.

Etwa, indem man auf das Entstehen von Plastik, dort wo es überhaupt keinen Sinn macht, verzichtet. Beispielsweise bei den Shampoos. Feste Shampoos, bei uns sind das die ShampooBit® von Rosenrot, brauchen keine Verpackung aus Plastik. Sie beinhalten auch keine Silikone und Mikropartikel aus Kunststoffen, welche quasi unsichtbar die Meere versauen. Sie enthalten übrigens auch keine anderen fragwürdigen Stoffe, wie Konservierungsstoffe (Stichwort Parabene), Sulfate und andere Komponenten aus Mineralöl.

Feste Bio-Shampoos waschen und pflegen die unterschiedlichen Haartypen trotzdem optimal. Wenden sie viele unserer Kunden und Kundinnen sie nicht nur aus Überzeugung, sondern mit Begeisterung an. So kann jeder ein kleiner Lewis Hamilton sein. Nur einer, mit einer deutlich besseren Ökobilanz…

Zum Video

Hier noch mit deutschem Untertitel (einfach dem Link folgen):

https://www.watson.ch/u/videos/!21942?utm_source=kaltura&utm_medium=social-user&utm_campaign=watson-video

Jetzt anrufen