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Überall Plastik

Überall Plastik

Rosen sind in Friedrichstadt ein wichtiges Thema und sollen mit unseren Aktivitäten noch wichtiger werden. Allerdings hatten wir nicht von Anfang an die Absicht, das Thema Rosen so intensiv in unserem Laden zu bespielen. Erst als wir durch Zufall auf das feste RosenshampooPlas der Manufaktur für Naturkosmetik Rosenrot gestoßen sind, haben wir umgestellt. Und zwar aus Überzeugung. Denn durch den Vertrieb der Rosenrot Produkte können wir einen Beitrag leisten, die Belastung der Umwelt, insbesondere des Wassers, mit Mikropartikeln aus Kunststoff zu reduzieren. Wie wichtig das ist, hat nun eine österreichische Studie gezeigt. Mikropartikel aus Plastik sind überall – auch im Menschen.

Lange Zeit galt die Verwendung von Plastik als modern. Das hat sich inzwischen geändert – Plastik wird kaum mehr wahrgenommen. Er ist normal. So normal, dass wir jährlich rund 400 Millionen Tonnen davon produzieren. Wir brauchen Kunststoffe als billige Bauteile, als Bestandteile von Kosmetik, als Dämmmaterial, als Füllstoffe, als Verpackung und als Verpackung von Verpackung. Eigentlich für alles.

Plastik im Darm

Deshalb wundert es auch nicht, wenn wir überall Plastik finden. In den Wüstenlandschaften Afrikas, in den Meeren, in den Fischen und anderen Tieren und inzwischen auch bei uns, den Menschen. Wie rasch es geht, durch unseren Konsum Mikropartikel au Plastik in unseren Körper aufzunehmen, hat nun eine österreichische Forschergruppe nachgewiesen. Die haben nämlich den Stuhl von Probanden ausgewertet und dort im Mittel 20 Mikroplastik-Teilchen pro 10 Gramm Darminhalt. Eine in jeder Beziehung unappetitliche Vorstellung.

Kosmetische Produkte wie Shampoos verwenden Mikropartikel aus Kunststoff dazu, um ihren Produkten eine besondere Haptik, eine ganz bestimmte Anmut zu verleihen. Oder um wahnsinnig wichtige Effekte zu erhalten. Etwa die Förderung der Hautdurchblutung durch den Massageeffekte beim Haarewaschen… Natürlich könnte man gleiche oder ähnliche Effekte auch durch harmlosere Keramikteilchen erreichen, aber das wäre zum einen teurer und außerdem glitzert Keramik nicht so verführerisch …

Kosmetische Produkte sind nicht das Hauptproblem

Natürlich ist die Kosmetik nicht die Hauptverursacherin für das Problem der Mikropartikel aus Kunststoff in Wasser und Umwelt. Tatsächlich entsteht der überwiegende Teil aus Abrieb (z.B. durch die Pneus) und Verfall von Kunststoffprodukten. Das bedeutet aber nicht, dass wir auf den Sinnlosen Teil – nämlich jene Mikropartikel aus der Kosmetik – nicht aus Vernunftgründen verzichten sollten. Zumal dieser Verzicht nicht mit Verlust verbunden ist, wie etwa die ShampooBit® von Rosenrot eindrücklich beweisen.

Wir für unseren Teil haben uns auf jeden Fall entschieden. Als wir gesehen haben, dass man mit den Bioshampoos von Rosenrot nicht nur auf eine ganze Menge Plastikmüll, die beschriebenen Mikropartikel, sondern auch auf das in industriellen Shampoos beigemengte Silikon, die Parabene und andere Konservierungsstoffe verzichten kann, gab das unserem Laden eine neue Richtung. Das macht uns zwar nicht zu besseren Menschen und unsere Ökobilanz ist vermutlich immer noch schlecht. Aber es ist ein erster Schritt und wie wir finden ein wichtiger.

Vom Anspruch Plastik zu vermeiden

Vom Anspruch Plastik zu vermeiden

Wir sind keine Heiligen

Es ist Teil unseres Geschäftskonzeptes, dass wir versuchen Plastik zu vermeiden. Der Grund ist ganz einfach: Mit unserer Sucht Bequemlichkeit und raschen einfachen Lösungen auf Zeit, richten wir unsere Umwelt nach und nach zu Grunde. Kunststoffe und Plastik spielen dabei eine wichtige Rolle. Wir finden sie überall. Auf dem Grund der Meere ebenso, wie auf den höchsten Ebenen des Himalayas. Und auf unserem Teller. Damit ist eigentlich schon alles gesagt: Plastik zu vermeiden ist längst kein Selbstzweck mehr, sondern Selbstschutz. Andernfalls vergiften wir uns über die Nahrungskette selber.

Für ein Leben ohne Kunststoff

Als wir das Rosen-Huus, unser kleiner Laden am Markt in Friedrichstadt, geplant haben, konzentrierte sich alles auf der Idee das Thema Rose zu bearbeiten. Per Zufall sind wir bei unserer Recherche nach geeigneten Produkten auf die Firma Rosenrot gestoßen. Deren Seifen, Shampoos und Cremes kommen gänzlich ohne Kunststoffe auf Mineralölbasis aus. Das ist besonders bei den Shampoos alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Herkömmliche Shampoos kommen nicht nur in Plastikflaschen daher. Sie beinhalten auch jede Menge Plastikmüll in der Rezeptur: Silikone (um das Fließverhalten und das Aussehen zu steuern) und Mikropartikel, um einen besonderen Ma8rssageeffekt zu erzeugen…

Die festen Bio-Shampoos von Rosenrot, die sogenannten ShampooBit® kommen ganz ohne diesen Müll aus. Das (und die Tatsache, dass sie echt gut sind) hat uns begeistert. Wir haben unser Sortiment ganz auf dieses Produkt und die Idee dahinter ausgerichtet.

Möglichst wenig Abfall

Wir tun vieles um Plastik zu vermeiden. Ganz ehrlich: das ist deutlich einfacher gesagt, als getan. Zumal wir darauf angewiesen sind, unsere Produkte auch online zu verkaufen. Zudem sind unsere Lieferanten – und zwar durchs Band – hinsichtlich der reinen Lehre sehr flexibel. Mit anderen Worten: Ganz ohne Plastik geht es nicht! Wir könnten vielleicht so tun, aber das wäre einfach nur unehrlich.

Und wir wollen nicht unehrlich sein. Deshalb behaupten wir von uns gar nicht erst ein „Zero Waste“ oder ein wie auch immer gelagertes „Unverpackt“-Konzept umzusetzen – obwohl wir die Idee dahinter sehr wohl unterstützen.

Unser Ziel ist es Abfall und Plastik zu vermeiden, wo immer es geht. Deshalb kann man bei uns die ShampooBit® auf Nachfrage auch ohne Verpackung haben. Denn wir packen diese selber in kompostierbares Zellpapier ein.

Recycling im Shop

Gerade beim Verpacken wird es beim Vermeiden von Plastik sehr schwer. Zum einen, weil wie gesagt viele Lieferanten hier noch nicht wirklich sensibilisiert sind. Zum andern, weil es dafür natürlich gute Gründe gibt: Kosten, Volumen, Gewicht, Wirkung, Handhabung. Kein Wunder also, dass es einem schwer fällt hier konsequent zu bleiben. Und genau das ist das Problem mit Umweltschutz: Es gibt immer gute Argumente, weshalb man jetzt eben nicht konsequent ist.

Wir bekennen, dass wir das auch nicht immer sind. Deshalb ist unser Ansatz der, dass wir eine spürbare Reduktion anstreben. Nicht 5 oder 10% – obwohl auch das eine Verbesserung wäre – sondern 50, 60 oder 70%. Nicht nur im Geschäft, sondern auch im Privaten.

Um das zu erreichen, suchen wir passende Produkte und Verpackungen. Vor allem aber kümmern wir uns um die Wiederverwertung. Etwa. Indem wir unseren Plastikmüll nicht einfach wegwerfen, sondern der Wiederverwertung zuführen. Und das nicht über die gelbe Tonne – was einfach nur Augenwischerei wäre – sondern indem wir ihn 1:1 wieder als das einsetzen, für das er vorgesehen wurde.

Mengenmäßig betrifft das hauptsächlich das Verpackungsmaterial. Dieses ist eigentlich viel zu schade, nach nur einer Verwendung in den Müll geworfen zu werden. Die Produktion und die Erstverwertung mögen ja fragwürdig sein. Doch wenn es einmal produziert wurde, sollte man es so lange wie möglich nutzen. Wenn schon denn schon!

Deshalb schütteln Sie nicht gleich den Kopf, wenn Sie von uns ein Paket erhalten, welches evtl. mit Plastikfüllmaterial gefüllt ist, um die Ware zu schützen, sondern gehen Sie immer davon aus, dass wir solches Material niemals selber kaufen, sondern immer nur weiterverwenden.

Runter vom (Plastik-) Müllberg

Auch wenn wir also keine Heiligen, ja nicht einmal Scheinheilige sind, so werden wir unsere Bemühungen fortsetzen und uns bemühen Plastik zu vermeiden wo immer es geht. Denn dieser Kampf lohnt sich auf jeden Fall.

Gerne nehmen wir Ihre Vorschläge für alternative Produkte und Verpackungsformen entgegen. Auch wenn wir davon mit Sicherheit nicht alles umsetzen können, so versprechen wir Ihnen, dass wir jeden Vorschlag ernsthaft darauf prüfen, ob er tatsächlich hilft Plastik zu vermeiden oder den Abfall generell zu reduzieren. Und ob er für uns umsetzbar ist.

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