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Wikinger-Kraftfutter: Wildfleisch in Schafgarbenbier

Wikinger-Kraftfutter: Wildfleisch in Schafgarbenbier

“Je größer der Herr, desto stärker sein Bier”

Unser Rezept soll auf ehrenwerte Weise Kraft geben, drum verwenden wir ehrlich erworbenes Wildfleisch. Zur Aromatisierung setzen wir durchaus Rosengin und Bier ein, der Alkohol verkocht allerdings, nur der gute Geschmack bleibt.
Skyr, die gesunde, gesalzene Dickmilch als Tischgetränk können Sie einfach selber herstellen, aber ebenso in guter Qualität erwerben. So behalten Sie einen klaren Kopf – mit besseren Überlebenschancen als die Wikinger …

Zutaten
  • 1 kg Wildfleisch (Elch-, Rentier- oder Hirschfleisch, aus der Keule)
  • 150 g geräucherter Speck
  • 1 l Bier
  • 1 kleine Handvoll Schafgarbe
  • 1 Prise Nelke (gemahlen)
  • 1 kleine Stange Zimt
  • 75 g Butter
  • 3 EL Mehl
  • 100 ml Rosengin
  • Salz und Pfeffer

 

 

  • Bio-Kartoffeln

 

Zubereitung

Eine kleine Handvoll frische Schafgarbe in das Bier legen und abgedeckt über Nacht gut durchziehen lassen. Etwas Schafgarbe zur Dekoration zurücklassen.

Das Wildfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und zusammen mit dem Speck in einer Kasserole anbraten. Untere stetem Rühren gut bräunen lassen und anschließend mit dem Bier aufgießen.
Alle Gewürze (bis auf die Schafgarbe) hinzufügen und mit Deckel bei ca. 200 Grad im Ofen etwa 90 Minuten garen lassen.
Aus Mehl und Butter eine Schwitze herstellen, mit etwas Wildfleisch-Sud glattrühren und zum Wildfleisch geben. Einige Minuten köcheln lassen, die Zimtstange entfernen und abschließend den Rosengin dazugeben.
Mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken. Mit der restlichen Schafgarbe und einem hübschen Klecks Wildpaté pro Person als besonderes “Sahnehäubchen” anrichten.

Der Wikinger hätte ein (ungesäuertes) Roggen- oder Gerstenbrot dazu gegessen, frisch aus der Pfanne, da es nach dem Abkühlen steinhart wurde. Gerne auch, der besseren Vitaminversorgung wegen, mit gemahlener Kiefernborke angereichert.
Aus Geschmacksgründen – und Ihrer Zahngesundheit zuliebe – raten wir zu Kartoffeln. So isst man auch den westfälischen (Rinder-) Pfefferpotthast, an den dieses Rezept ein wenig erinnert.
Genug Alkohol ist bereits verarbeitet, finden wir. Wie wäre es also mit einem kühlen Skyr als Begleitgetränk? Es handelt sich um gesalzene Dickmilch (vom Rind oder Schaf), die wegen ihrer relativ langen Haltbarkeit einen wichtigen Teil der Bordverpflegung darstellte.

 

Nun können die hungrigen Wikinger anrücken!

La Rose et la Cuisine bei Rosen-Huus Feinkost

Marinierte Lammkeule “Avril” an Rosengin

Marinierte Lammkeule “Avril” an Rosengin

Rosige Lammkeule, statt griechischer Wein

​In Zeiten, in denen man nicht frei reisen kann oder will, steht einem immer noch die Möglichkeit offen, in Erinnerungen zu schwelgen. Ich für meinen Teil, denke mich gerade in eine wunderschöne Taverne in Griechenland. Es riecht nach reifen Feigen und trockenen Kräutern. Im Hintergrund zirpen die Zykaden. Die Hitze ist fort, aber die Wärme ist geblieben. Das Meer rausch sanft und ein sanfter Wind umspielt die Gäste. Ich habe Hunger. Kyriakos, der Wirt dieser kleinen Taverne scheint dies zu spüren, denn er erkundigt sich nach meinem Wunsch. Ich verlange die Speisekarte, doch Kyriakos schüttelt den Kopf und führt mich stattdessen in die Küche. Dort öffnet er verschiedene Töpfe, um mir zu zeigen was es heute Abend zu Essen gibt. Die Griechen wissen offenbar, wie man mich glücklich macht!  Ich sehe gerade einen Topf mit köstlichem Arni Psito me Patates (zarte Lammkeule mit Kartoffeln aus dem Backofen) vor mir. Lammkeule! Wann habe ich das zum letzten Mal gegessen?

Dieser Gedanken ist Ansporn genug, mich selber in die Küche zu begeben und für die Rubrik La Rose et la Cuisine ein leckeres Rezept mit Lammkeule und diversen Rosenzutaten zu kreieren. Ich nenne es, meiner lieben Kollegin zu Ehren, Marinierte Lammkeule “Avril” in Rosengin.

Die marinierte Lammkeule “Avril” in Rosengin gehört in die Kategorie Slow Food. Also keine schnelle Küche, welche man noch schnell nach der Arbeit hinzaubert. Dafür lässt sie sich wunderbar schon am Vortag zubereiten und ist exakt dann bereit, wenn man sie braucht. Genau so wie das in der griechischen Küche oft zu sehen ist.

Griechischer Abend in Friedrichstadt

Wir hatten übrigens Glück: Am Tag, als ich die marinierte Lammkeule “Avril” in Rosengin im Rosengarten des Rosen-Huus in Friedrichstadt serviert habe, hatten wir gerade einer der leider sehr, sehr seltenen Hitzetage hinter uns. So kam tatsächlich so etwas wie ein mediterranes Gefühl auf. Nur das Zirpen der Zikaden und das Meeresrauschen fehlte. Ansonsten war der Abend perfekt. Das Essen eingeschlossen!

P.S. Griechischen Wein habe ich nicht serviert. So etwas schmeckt wirklich nur im Urlaub!

Zutaten

  • 2 Lammhaxen
  • 3 EL Hagenbuttenmark
  • 3 EL Ölivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 ml Rosengin
  • Gemüsebouillon
  • 4 EL scharf Rosenzucker
  • 2 TL Salz
  • 400 g Tomaten in Stücken
  • 4 große Kartoffeln

Zubereitung

Den scharfen Rosenzucker und das Salz vermengen. Die Lammkeule vom Fett befreien, mit einem spitzen Messer anpiken (damit dort die Marinade besser eindringen kann) und danach mit dem scharfen Rosenzucker einreiben. Der Rest an Rosenzucker, welcher nicht am Fleisch hängen bleibt, vermengen wir später mit der Marinade.

Das Hagenbuttenmark, das Olivenöl und den fein gehackten Knoblauch vermischen, den Rest an scharfen Rosenzucker zugeben. Danach die Lammkeulen mit der Marinade einpinseln. Zugedeckt für mindestens 5 Stunden in den Kühlschrank stellen. Je länger, desto tiefer dringen die Geschmacksteile ins Fleisch ein.

Vor dem Braten die Marinade von den Lammkeulen abstreifen, damit diese beim Bratvorgang nicht verkohlt und einen bitteren Geschmack verbreitet. Die Marinade nicht wegwerfen, denn die brauchen wir nachher noch!

Das Fleisch in ein Topf oder Bräter mit Olivenöl scharf, aber kurz auf allen Seiten anbraten. Mit dem Rosengin ablöschen. Tomaten, Marinade, Gemüsebouillon und 2 dl Wasser zugeben. Gut vermischen und nun bei kleiner Hitze 2 – 3 Stunden köcheln lassen.

Tipp:

Dieses Gericht eignet sich hervorragend, um bereits am Vortag zubereitet zu werden. Sie haben keine Eile. Wenn Sie das Fleisch stehen lassen, ziehen sich die Geschmacksstoffe weiter ein. Das Ganze wird also nur intensiver.

Eine gute Stunde vor dem Essen erhitzen Sie den Topf wieder. Sie schälen die Kartoffeln, schneiden sie in 8 gleich große Teile und geben diese . Nun kochen Sie das Ganze bei kleiner Hitze während einer Stunde weiter. In dieser Zeit werden nicht nur die Kartoffeln gar, sie geben auch Stärke ab und binden die Sauce. Am Schluss schmecken Sie noch mit Salz, Rosenpfeffer und Rosenpaprika ab. Fertig!

Das Ganze schmeckt übrigens nicht rosig, sondern fruchtig. Sie werden es lieben! Guten Appetit!

 

La Rose et la Cuisine bei Rosen-Huus Feinkost

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